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Die Rose und ihre kostbaren Essenzen

Rose

Rose – Rosa damascena, Rosa gallica und Rosa centifolia

Seit Jahrtausenden begleiten Rosen die Menschen und erfreuen ihre Sinne. Aber auch ebenso lange werden sie als Heilmittel verwendet. Rosenblüten wurden als entzündungshemmendes Mittel und bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Ihre ätherischen Öle wirken harmonisierend auf Körper, Geist und Seele und galten vielerorts als Stärkungsmittel.
Was früher als „Erfahrungsmedizin“ oder „Volksheilkunde“ galt, ist jetzt medizinisch bestätigt. Allerdings ist die Heilwirkung von Rosenblüten heute vielerorts in Vergessenheit geraten.

Der für medizinische Zwecke verwendete Pflanzenteil der Rose ist ihre Blüte. Die bei Vollreife geernteten und getrockneten Kronblütenblätter sind reich an wertvollen Gerbstoffen und helfen zum Beispiel bei leichten Entzündungen im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut. Die Gerbstoffe wirken in erster Linie zusammenziehend und sind an dem leicht pelzigen Gefühl im Mund beim Trinken einer Tasse Rosenblütentee erkennbar. Die so entstandene „Schutzschicht“ sorgt dafür, dass sich die darunter liegende Schleimhaut regenerieren kann und schließlich abheilt.
Außerdem enthalten Rosenblüten ätherische Öle, deren Hauptinhaltsstoffe Citronellol, Geraniol und Nerol sind. Die am meisten verwendete Rosenart ist hier die Rosa damascena und für 1 kg ätherisches Rosenblütenöl werden ca. 5000 kg Rosenblüten benötigt.
Als kondensierter Wasserdampf bei der Destillation entsteht das Rosenwasser. Es gilt, in Kompressen verwendet, als kühlendes und entzündungshemmendes Mittel bei Bindehautentzündungen, Sonnenbrand, entzündeten Wunden und Fieber.

Anwendungsmöglichkeiten und deren Heilwirkungen:

Tee/Aufguss: 1 TL Rosenblüten (am besten Rosa gallica und Rosa centifolia, unbehandelt) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abgießen, 3-4 x tgl. 1 Tasse trinken, als Mundspülung oder als Kompresse auflegen

Wirkung:
entzündungshemmend, antiseptisch, wundheilungsfördernd, zusammenziehend, „stopfend“ bei Durchfall, blutreinigend, harntreibend, zur Kräftigung des Immunsystems

Ätherisches Rosenblütenöl:
in Verdünnung als Massageöl, zur Raumbeduftung, zum Inhalieren, in der Hautpflege … Für die jeweilige Dosierung bitte in der Fachliteratur informieren. Beim Kauf von Rosenöl auf Bio-Qualität achten!

Physische Wirkung:
antibakteriell, virenhemmend, entzündungshemmend, wundheilend, lindernd bei Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden, krampflösend, leberstärkend

kosmetisch: hautregenerierend, feuchtigkeitsspendend, durchblutungsfördernd, zellerneuernd, reinigend

Psychische Wirkung:
entspannend, ausgleichend, harmonisierend, stressreduzierend, stimmungsaufhellend, aph­ro­di­sie­rend, schlaffördernd

Rosenblütenwasser (Hydrolat) als Kompresse, Gesichtswasser, zum Auswaschen von Wunden usw.
Wirkung:
antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, abschwellend, hautstraffend, reguliert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut, durchblutungsfördernd, juckreizstillend, kühlend, wundheilend, lymphflussanregend

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Rose – Essbare Blüten im Porträt

Rose

Rose (Rosa)

Familie ROSENGEWÄCHSE

Rosengewächse

Blütenfarbe

Rosa bis Dunkelrot, Weiß, selten Gelb, Orange oder Violett

Hauptblütezeit

einmalblühende Rosen von Mai bis Juni, öfterblühende bis Oktober

Duft

duftlose bis stark duftende Blüten

Vorbereitung

Die Blüten pflücken, kurz nachdem sie sich geöffnet haben. Bei gefüllten Rosenblüten am besten alle Blütenblätter mit einer Kreisbewegung von den Kelchblättern drehen. Falls der weiße Ansatz bitter schmecken sollte, kann er so mit einem Schnitt von allen Blütenblättern entfernt werden. Die Blütenblätter und -knospen können getrocknet werden. Vor allem aus der Damaszena-Rose wird ätherisches Öl und Rosenblütenwasser gewonnen.

Geschmack und kulinarische Verwendung der ROSE

Duftrosenblüten mit ihrem blumigen Duft und Geschmack eignen sich bestens zum Aromatisieren von Likör, Honig, Zucker, Konfitüren, Gelees, Sirup, Essig, Butter und Tee. Sie sind frisch wunderschön in Bowlen, auf Salate, Suppen und süßen sowie pikanten Speisen. Verzuckert dekorieren sie Desserts, Pralinen, Gebäck und Torten. Getrocknet behalten sie ihr Aroma und dienen auch so zum Aromatisieren oder als geschmacksgebende Zutat in Gewürzmischungen und Tee. Rosenblütenwasser wird traditionell vor allem im Orient und in Indien zum Verfeinern von Getränken, Süßspeisen und Gebäck verwendet.

Varietäten für die Küche

Ausnahmslos alle unbehandelten Rosenblüten sind essbar, Aroma und Geschmack sind jedoch recht unterschiedlich. Als Faustregel gilt: Je intensiver der Duft einer Rose, desto besser schmecken ihre Blüten. Besonders empfehlenswert für die Küche sind Rosa damascena, R. centifolia, R. gallica und duftende Wildrosen, wie R. canina und R. rugosa.

Weitere Blütenporträts finden Sie in unserem Buch “Blütendinner – Besondere Menüs mit essbaren Blumen”